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Glossar & FAQ

EMS, ZEV oder Autarkiegrad? Wir helfen Ihnen durch den Jungle der Fachbegriffe!

Was ist ein EMS (Energiemanagementsystem)?

Ein EMS dient dazu, die produzierte PV-Energie und den Eigenverbrauch durch die vorhandenen Verbraucher (z.B. Wärmepumpe, Warmwasserboiler, Elektroauto) zu erfassen und zu steuern (optimieren). Dies wird visuell dargestellt. Die Optimierung (Lastmanagement) wird durch gezielte Eingriffe auf die Verbraucher erreicht.

Was bedeutet ZEV?

Zusammenschluss zur Eigenverbrauchsgemeinschaft.

Dabei können sich mehrere Parteien zusammenschliessen und gemeinsam nur einen Anschluss gegenüber dem EW/Netzanbieter betreiben. Die Abrechnung innerhalb der ZEV nimmt die Gemeinschaft selbst vor.

Dies ist interessant, wenn eine PV-Anlage mit hoher Ertrag besteht; die gewonnene Energie kann dann innerhalb der ZEV genutzt werden, statt ihn ins Netz zurückzuspeisen.

Aktuell dürfen nur ZEV innerhalb eines Gebäudes oder innerhalb aneinander anstossende Grundstücke erstellt werden. Zusätzlich darf das öffentliche Stromnetz nicht für die ZEV genutzt werden.

Dies entspricht der aktuellen Gesetzgebung; es läuft bereits ein Vorgang zu entsprechenden Änderungen, damit diese Einschränkungen aufgehoben werden.

Was versteht man unter einem Energiespeicher?

Vorrichtung, die es erlaubt, Energie über einige Stunden, Tage oder sogar Wochen und Monate zu speichern. Typischerweise eine Batterie, es gibt jedoch noch andere Möglichkeiten. Siehe dazu unsere Speichertypen-Übersicht

Was ist eine Photovoltaik Anlage?

Die PV (kurz für Photovoltaik) Anlage ist eine Anlage, die Licht in Strom umwandelt (auch Solarzelle genannt). Hier gibt es zwei Typen: Polykristallin (günstig, weniger leistungsstark) und Monokristallin (höherpreisig, leistungsstark, effizienter). Die Anlage liefert Gleichstrom, welcher über einen Wandler (DC/AC) ins Netz oder einen lokalen Speicher gespiesen wird.

Was ist der Eigenverbrauchsanteil?

Der Eigenverbrauchsanteil beschreibt den Anteil des erzeugten Solarstroms, der entweder zeitgleich durch die Stromverbraucher oder zur Ladung des Batteriespeichers genutzt wird. Je höher der Eigenverbrauchsanteil ist, desto weniger Solarstrom wird in das Netz eingespeist.

Dieser Wert beschreibt bei Solaranlagen den Anteil des selbst produzierten Stroms, der innerhalb des Hauses oder der Liegenschaft verbraucht wird, statt ihn ins Netz zurückzuspeisen. Dieser Wert ist abhängig von Anlagengrösse, Anzahl Verbraucher und Speichermöglichkeiten; er liegt typischerweise zwischen 30 und 80%.

Was ist der Autarkiegrad?

Der Autarkiegrad gibt den Anteil des Stromverbrauchs an, der durch das Photovoltaik-Speichersystem versorgt wird. Hierzu trägt entweder der zeitgleiche Direktverbrauch des erzeugten Solarstroms oder die Entladung des Batteriespeichers bei. Je höher der Autarkiegrad ist, desto weniger Energie wird aus dem Stromnetz bezogen.

Was bedeutet KEV?

Kostendeckende Einspeisevergütung:

Dies ist eine Massnahme, um den Aufbau von erneuerbaren Energiequellen zu fördern.

Alle Stromkonsumenten zahlen einen Netzzuschlag (aktuell max. 2.3 rp./kWh). Mit diesem Kapital wird Betreibern von erneuerbaren Energiequellen die Kostendifferenz zwischen Marktpreis und Produktionskosten rückerstattet, damit die Stromproduktion kostendeckend erfolgen kann.

Aufgrund einer Deckelung werden für Anlagen unter 100 kWp keine neuen Anträge für KEV-Auszahlungen mehr angenommen. Die einzige Möglichkeit einer Unterstützung ist das Beantragen einer Einmalvergütung beim Bau der Anlage (30% der Anlagenkosten).

Was ist der kWp?

Kilowatt-Peak

Mit diesem Wert wird die maximale Leistung einer PV-Anlage unter Idealbedingungen beschrieben. Diese Leistung wird typischerweise an wolkenlosen Sommertagen bei idealem Sonnenstand erreicht. Die Peak-Leistung dient auch dazu, den benötigten Wechselrichter (DC-AC Wandler) zu dimensionieren.

Was ist ein Wechselrichter?

DC-AC Wandler

Dies ist ein Gerät, das Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt (oder umgekehrt). Ein Wechselrichter wird benötigt, um den in einer Solaranlage entstehenden Gleichstrom in einen Wechselstrom umzuwandeln, der dann ins Netz eingespiesen werden kann. Die Wechselleistung sollte der kWp-Leistung der PV-Anlage angepasst sein.

Wechselrichter findet man z.B. auch in Batteriespeichersystemen, wo der von der Batterie abgegebene Gleichstrom in Wechselstrom für Verbraucher umgewandelt wird. Umgekehrt kann ein Gleichrichter dann auch überschüssigen Wechselstrom als Gleichstrom in die Batterie zurückspeisen.

Was bedeutet kWh?

Einheit für Energiemenge (Arbeit). Eine Kilowattstunde entspricht 1000W (1kW) Leistung, welche für eine Stunde verbraucht/erzeugt wird. Dieser Wert beschreibt die Speicherkapazität, eines Energiespeicher.

Was versteht man unter Smart Home?

Mit diesem Begriff wird eine Hausinstallation beschrieben, in der bestimmte Geräte mit der Stromversorgung und z.B. der PV-Anlage interagieren, um den Stromverbrauch und Eigenverbrauch zu optimieren, z.B. Wärmepumpe, Wasserboiler, Waschmaschine, Geschirrspüler etc.

Was ist ein Smart meter?

Ein Stromzähler, der Verbrauchsdaten erfasst und an ein EMS weitergeben und Geräte ansteuern kann.